Liquiditätsgrade
Die Liquiditätsgrade messen, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungspflichten aus dem vorhandenen Vermögen erfüllen kann.
Die drei Liquiditätsgrade
- Liquidität 1. Grades (Cash Ratio): Zahlungsmittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten – Ziel: mind. 10–20 %
- Liquidität 2. Grades (Quick Ratio): (Zahlungsmittel + Forderungen) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten – Ziel: mind. 100 %
- Liquidität 3. Grades (Current Ratio): Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten – Ziel: 150–200 %
Was Banken daran lesen
Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem illiquide werden – wenn Forderungen zu spät eingehen oder Verbindlichkeiten zu früh fällig werden. Banken prüfen die Liquiditätsgrade, um das Insolvenzrisiko kurzfristig einzuschätzen.
Praxisrelevanz
Besonders der Kontokorrentkreditrahmen und dessen Ausschöpfung liefern Banken wichtige Informationen über die tatsächliche Liquiditätssituation. Häufige Überziehungen wirken sich stark negativ auf das Rating aus.
Tipp
Optimieren Sie Ihr Forderungsmanagement und vermeiden Sie unnötige Kontoüberziehungen. Beides verbessert die Liquiditätskennzahlen ohne Kapitalzuführung.
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