Cashflowbasierte Windparkfinanzierung
Windparkfinanzierung folgt anderen Regeln als eine klassische Unternehmensfinanzierung: Im Mittelpunkt stehen die zukünftigen Einnahmen des Parks, nicht die historische Bonität.
Grundprinzip
Die Finanzierung von Windparks erfolgt in der Regel cashflowbasiert: Die Kreditrückzahlung wird nicht aus der historischen Bonität des Betreibers, sondern aus den prognostizierten zukünftigen Einnahmen des Parks berechnet. Entscheidend sind Windgutachten, Ertragsprognosen und die Qualität der Erlössicherung.
Voraussetzungen für Banken
Banken, die cashflowbasierte Projektfinanzierungen vergeben, prüfen vor allem die Planbarkeit der Einnahmen (PPA oder EEG-Zuschlag), den DSCR (Schuldendienstdeckungsgrad, typisch min. 1,2), die technische Qualität der Anlage sowie Windgutachten unabhängiger Sachverständiger.
Unterschied zur Bilanzfinanzierung
Bei einer klassischen Bilanzfinanzierung steht die historische Bonität des Unternehmens im Mittelpunkt. Für neu gegründete Projektgesellschaften ohne Kredithistorie ist dies keine Option. Die cashflowbasierte Finanzierung ermöglicht die Realisierung von Projekten, die allein auf ihrem eigenen wirtschaftlichen Potenzial basieren.
Tipp
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