Working Capital
Das Working Capital zeigt, wie viel Kapital im operativen Betrieb gebunden ist – und ist ein wichtiger Indikator für die Liquiditätsplanung.
Formel
Working Capital = Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten. Net Working Capital (NWC) = Vorräte + Forderungen − Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Was Banken daran lesen
Ein positives Working Capital zeigt, dass das Unternehmen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Umlaufvermögen decken kann. Ein negatives Working Capital ist ein Warnsignal – außer in Branchen mit sehr kurzen Zahlungszielen (z.B. Handel).
Working-Capital-Optimierung
- Forderungslaufzeit (DSO) verkürzen: schnelleres Inkasso, Skonto anbieten
- Lagerreichweite (DIO) reduzieren: schlanke Lagerhaltung
- Kreditorenlaufzeit (DPO) verlängern: längere Zahlungsziele aushandeln
- Factoring: Forderungen sofort in Liquidität umwandeln
Tipp
Jeder Tag Verkürzung der Forderungslaufzeit setzt Liquidität frei – bei 10 Mio. € Umsatz und 30 Tagen DSO sind das fast 100.000 € je Tag Verbesserung.
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