Zinsdeckungsgrad
Der Zinsdeckungsgrad (Interest Coverage Ratio) zeigt, wie komfortabel ein Unternehmen seine Zinslast aus dem operativen Ergebnis trägt.
Formel
Zinsdeckungsgrad = EBIT ÷ Zinsaufwendungen. Oder: EBITDA ÷ Zinsaufwendungen (EBITDA Interest Coverage)
Orientierungswerte
- Über 5,0x: sehr gut – hoher Sicherheitspuffer
- 3,0–5,0x: gut – bankübliche Anforderungen erfüllt
- 2,0–3,0x: mittel – Financial Covenants werden vereinbart
- Unter 2,0x: kritisch – Banken fordern Sicherheiten oder lehnen ab
- Unter 1,0x: Notlage – Zinsen können nicht aus Ergebnis gedeckt werden
Warum diese Kennzahl zunehmend wichtiger wird
In der Niedrigzinsphase war der Zinsdeckungsgrad weniger relevant. Mit steigenden Zinsen (seit 2022) ist er wieder in den Fokus gerückt. Viele Unternehmen, die in der Niedrigzinsphase hohe Schulden aufgebaut haben, kämpfen jetzt mit sinkenden Zinsdeckungsgraden.
Tipp
Prüfen Sie Ihre Zinsdeckung für den Fall steigender Zinsen (Stress-Test). Peak Advisors führt diese Simulation für Sie durch.
Möchten Sie Ihr Finanzierungsvorhaben besprechen? Wir beraten Sie persönlich und unverbindlich.
Erstgespräch vereinbaren