Dynamischer Verschuldungsgrad
Der dynamische Verschuldungsgrad zeigt, in wie vielen Jahren ein Unternehmen seine Nettoverschuldung aus dem operativen Ergebnis tilgen könnte.
Formel
Dynamischer Verschuldungsgrad = Nettofinanzschulden ÷ EBITDA. Nettofinanzschulden = Finanzschulden − liquide Mittel
Orientierungswerte
- Unter 1,5x: sehr gut – sehr geringe Verschuldung
- 1,5–2,5x: gut – bankübliche Anforderungen gut erfüllt
- 2,5–3,5x: mittel – Covenants werden vereinbart
- 3,5–5,0x: erhöht – nur mit starkem Wachstum/Sicherheiten darstellbar
- Über 5,0x: kritisch – Leveraged-Finance-Strukturen notwendig
Warum diese Kennzahl so wichtig ist
Der dynamische Verschuldungsgrad ist die universelle Sprache der Kreditgeber. Er ermöglicht den direkten Vergleich zwischen Unternehmen verschiedener Größen und Branchen. Bei Unternehmenskäufen ist er die Basis für die maximale Kreditstruktur.
Financial Covenants
Bei größeren Finanzierungen werden im Kreditvertrag Covenant-Grenzen vereinbart – z.B. „Dynamischer Verschuldungsgrad darf 3,5x nicht übersteigen". Wird diese Grenze verletzt, kann die Bank Sonderkonditionen verlangen oder Kredite fällig stellen.
Tipp
Peak Advisors überwacht laufend alle relevanten Covenants und warnt frühzeitig, wenn Kennzahlen sich kritischen Grenzen nähern.
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