Verschuldungsgrad
Der Verschuldungsgrad zeigt, wie stark ein Unternehmen auf Fremdkapital angewiesen ist. Banken nutzen ihn als Risikomaß.
Formel
Verschuldungsgrad = Fremdkapital ÷ Eigenkapital × 100 (Angabe in Prozent oder als Verhältnis)
Orientierungswerte
- Unter 100 % (1:1): sehr gut – mehr EK als FK
- 100–200 %: gut – marktüblich für gesunde Mittelständler
- 200–300 %: mittel – erhöhtes Risiko, Aufschläge wahrscheinlich
- Über 300 %: kritisch – Banken werden zurückhaltend
Was Banken daran lesen
Ein hoher Verschuldungsgrad bedeutet: Verluste treffen das Eigenkapital schnell auf, und bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird die Schuldenlast zum Problem. Banken prüfen auch die Qualität des Fremdkapitals – langfristige Verbindlichkeiten werden besser bewertet als kurzfristige.
Praxistipp
Unterscheiden Sie bei der Präsentation gegenüber Banken zwischen operativem Fremdkapital (Verbindlichkeiten aus Lieferungen) und Finanzverbindlichkeiten. Nicht jedes Fremdkapital ist gleich kritisch.
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